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Merkblätter zur qualitativen Beurteilung von Sichtbetonflächen aus Ortbeton oder für Fertigteile aus Architekturbeton definieren faktische und technische Bewertungsrichtlinien. Hierbei wird Sichtbeton in die Klassen SB1 bis SB4 unterteilt und anhand möglichst objektiver Bewertungskriterien wie die zähl- und messbaren Poren, Lunker und Kanten eingestuft.

Ob Bauherren, Architekten und Planer eine Sichtbetonfläche als gelungen bewerten und abnehmen, kann allerdings nur anteilig mit der Anzahl objektiv bewertbarer Faktoren wie Lunker oder Schalhautstöße abhängen. Vielmehr ist Sichtbeton ein ästhetisch anspruchsvolles Gestaltungsmittel und muss anhand der optischen Gesamterscheinung einer Sichtbetonfläche beziehungsweise eines Sichtbetonbauteils beurteilt werden.

 

Sichtbeton ist Beton, der sichtbar bleibt 

 

Je höher der Anspruch an Sichtbeton ist, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass Mängel beziehungsweise materielle oder herstellungsbedingte Erscheinungen auftreten, die nicht gewollt sind. Das liegt vor allem daran, dass Beton ein Naturprodukt ist und in der Herstellung von vielen Faktoren abhängt. Bei der Planung und Herstellung hochwertiger Sichtbetonflächen kann daher nur selten garantiert werden, dass der Beton in der gewünschten optischen Qualität aus der Schalung kommt.

Unserer Erfahrung nach gibt es spätestens bei der Herstellung der Sichtbetonklasse 3 und Sichtbetonklasse 4 im Moment des Ausschalens keinen mangelfreien Sichtbeton mehr. Ausnahmen bilden hier nur jene Flächen, die konzeptgemäß genau so belassen werden, wie sie hergestellt wurden. Um Sichtbeton planbar nach der Visualisierung von Planern und Kunden zu realisieren, sollte SB5ÜNF daher von Anfang an mit eingeplant und hinzugezogen werden.

 

Von High-Tech-Sichtbeton bis hin zu roughem Sichtbeton

 

SB5ÜNF unterscheidet zwei grundlegende Typen von Sichtbeton: High-Tech-Sichtbeton und roughen Sichtbeton.

High-Tech-Sichtbeton verfügt meist über eine sehr geschlossene, glatte Oberfläche mit wenig bis keinem Porenanteil und einer geringen Wolkigkeit. High-Tech-Sichtbeton unterscheidet sich stark von natürlich ausgeschaltem Beton und erinnert eher an sehr glatte Oberflächen, wie zum Beispiel Marmor. Meist wird High-Tech-Sichtbeton mithilfe von Fertigteilen hergestellt, erfordert allerdings trotzdem eine hochwertige Nachbearbeitung, da er kaum Fehler und Mängel in Herstellung und Transport erlaubt. 

Roughen Sichtbeton findet man beispielsweise bei historischen Bauwerken, deren Entstehung mehrere Jahrzehnte zurückliegt. Rougher Sichtbeton wird aber auch zunehmend als Gestaltungsmittel bei rezenten Bauten verwendet. Diese Form von Sichtbeton hat eine offenere Oberfläche, ist häufig schon durch die Auswahl der Schalhaut strukturiert (z.B. mittels sägerauer Schalung) und enthält verhältnismäßig Lunker und Poren sowie eine starke Wolkigkeit. Im Großen und Ganzen kommt rougher Sichtbeton damit der natürlichen Optik von Beton am nächsten.

 

SB5ÜNF hilft bei Beratung und Ausführung

 

Wir stehen Ihnen bei der Herstellung und Planung von Sichtbeton sowohl als ausführendes als auch als ausführendes Unternehmen zur Verfügung. Von der Erstellung entsprechender Leistungsverzeichnisse über Maßnahmen der Mängelbeseitung und Betonretusche – SB5ÜNF bietet alle Leistungen aus einer Hand und macht die Herstellung von Sichtbeton zeitlich, finanziell und qualitativ planbar.  

Auch bei der nachträglichen Beurteilung von Sichtbetonflächen sowie bei der Bedürfniseinigung zwischen Bauherren, Planern und Rohbauern sind wir als Berater tätig und können Ihnen eine Einschätzung hinsichtlich der optischen Qualität und der notwendigen Mängelbeseitigung im Sinne der Betonretusche und Betonkosmetik geben.

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