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Mehr als einen Hektar umfasst die Fläche an der Michendorfer Chaussee im Süden Potsdams, auf der derzeit die drittgrößte Außenstelle des Deutschen Wetterdienstes nach Offenburg und Hamburg entsteht. Bebaut wird allerdings nur ein Teil der Fläche inmitten des Potsdamer Forstes: Der Neubau, der an derselben Stelle wie das ehemalige Gebäude Platz findet, soll in Anlehnung an seine Umgebung möglichst umwelt- und ressourcenschonend gebaut werden.

 

Gestaltung und Konzept

 

Nach den Entwürfen von TRU Architekten fügt sich der sechsteilige Gebäudekomplex dezent in seine Umgebung ein. Die Fassade des modernen Neubaus aus behandeltem Metall ist in Naturtönen gehalten und soll je nach Wetterlage seine Umgebung widerspiegeln.

 

Im Innenraum ist neben Holz Sichtbeton das vorherrschende Gestaltungsmittel. Durch eine Brettschalung erhielten die Sichtbetonwände eine natürliche Holzmaserung, die den Oberflächen eine individuelle Struktur und Haptik verleihen. Die sägerauen Oberflächen mit deutlich hervortretender Holzmaserung verleihen den Wänden eine edle Optik mit einer dezenten und natürlichen Ästhetik.  

 

Sichtbeton mit Holzmaserung

 

Hochwertige Sichtbetonflächen mit Brettschalung stellen immer eine besondere Herausforderung für Rohbauer und Architekten dar. Die Herstellung erfordert viel Erfahrung im Umgang mit den Schalmaterialien und deren Wechselwirkung mit frischem Beton. Die Rohbauer von Riedel Bau haben beim Neubau des Deutschen Wetterdiensts ein sehr hochwertiges Ergebnis erreicht. 

 

Unsere Arbeiten

 

In Ergänzung zur hohen Qualität der frisch ausgeschalten Fläche wurde SB5ÜNF mit der abschließenden Sichtbetonoptimierung beauftragt. Parallel zu den Rohbauern kamen auch die Architekten wegen der Nachbearbeitung auf uns zu, da sie uns bereits von unserer erfolgreichen Zusammenarbeit am Raum der Information am Ehrenmal der Bundeswehr kannten.

 

In enger Absprache mit den Rohbauern und Architekten wurden im Zuge der Nachbearbeitung Fehlstellen, Lunker sowie Ankerkonen ergänzt und retuschiert. Hierbei wurde unter anderem die Brettschalstruktur an Flächen imitiert, die nicht ausreichend ausgeformt waren. Auch unerwünschte Farbunterschiede, die in der Regel durch einen unregelmäßigen Auftrag von Schalöl oder eine ungleichmäßige Feuchtigkeitsverteilungen entstehen, wurden im Zuge der Sichtbetonoptimierung egalisiert.

 

Ab Frühjahr 2022 soll der Standort in Betrieb genommen werden. Rund 200 Mitarbeiter werden dann an dem Standort arbeiten und sich um die Katastrophenvorsorge und den Bevölkerungsschutz durch Wettervorhersagen und -warnungen kümmern.

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