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Nach den Plänen des österreichischen Architekturbüros Marte.Marte wurden die denkmalgeschützten Gebäudeteile des geschichtsträchtigen Deutschlandhauses in Berlin im Jahr 2009 durch einen modernen Neubau ergänzt. Neben der historischen Substanz umfasst die Ausstellungs-, Dokumentations- und Informationszentrum, die von der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung genutzt wird, heute eine großzügige Ausstellungsfläche mit bis zu 16 Meter hohen Sichtbetonwänden sowie einer tausend Quadratmeter großen Betonspanndecke.

 

Planung und Ausführung

 

Vor eine besondere Herausforderung stellte die Planer während des Baus die Deckenflächen, die aufgrund baulicher und konstruktiver Notwendigkeiten neun Monate lang eingeschalt bleiben mussten. Durch die lange Einschalungsdauer kam es letztendlich zu starken bläulich-schwarzen Verfärbungen auf den Sichtbetonflächen. Dieser Umstand erforderte eine sensible und beinahe restauratorische Nachbearbeitung am Neubau, um der Sichtbetonfläche die unmittelbare und rohe Ausstrahlung zu verleihen, die von den Architekten gewünscht wurde.

 

Da die Verfärbungen einen Mangel darstellten und diese bereits bei der Herstellung erwartet wurden, wurde SB5ÜNF sehr früh in den Bauprozess miteinbezogen. In enger Absprache mit Bauherren, Architekten sowie der Bauleitung wurde ein umfassendes Konzept für die Sanierung der Sichtbetonflächen entwickelt, welches im weiteren Verlauf der Arbeiten Layer für Layer abgestimmt wurde.

 

Unsere Arbeiten

 

Eine besondere Herausforderung stellte angesichts der Größe der zu bearbeitenden Fläche von knapp tausend Quadratmetern insbesondere das Schaffen einer gleichmäßig homogenisierten, zusammenhängenden Fläche dar. Durch die planvolle Nachbearbeitung in konsequenter Abstimmung mit den Verantwortlichen vor Ort konnte die optische Qualität des Sichtbetons letztendlich aber kompromisslos und zielgenau auf die Vorstellungen der Architekten und Bauherren abgestimmt werden: Die individuelle Struktur und die natürliche Qualität der Sichtbetonflächen blieben intakt, während die Farbigkeit der gesamten Oberfläche homogenisiert und dem Beton die Ausstrahlung einer unter optimalen Bedingungen ausgeschalten Fläche verliehen wurde. 

 

„Wir haben den Beton, wie er eigentlich gewesen wäre, so gesehen ist das eine Restaurierung eines neuen Gebäudes und das ist schon faszinierend. Wir haben eine unglaubliche Freude damit“, fasst der Architekt Stefan Marte das Ergebnis der Nachbearbeiten zusammen.

 

Leistungsumfang

 

Neben der tausend Quadratmeter großen Betonspanndecke wurden darüber hinaus weitere Mängelbeseitigungen an der markanten Sichtbetontreppe sowie der sakralen Rotunde im Zentrum des Ausstellungsraums durchgeführt und taktile Kennzeichnungen an den Stufen der Wendeltreppe durch Ätzung ergänzt.

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